Krampfadern
Wie entstehen Krampfadern überhaupt.
Krampfadern sind erweiterte, oberflächliche Venen, deren Venenklappen nicht richtig schließen. Das Blut fließt in die Venen zurück, staut sich dort und dehnt die Venenwände noch weiter aus. Häufige Ursachen für Krampfadern sind erbliche Veranlagung, Schwangerschaft, häufiges und langes Stehen, Bewegungsmangel und Übergewicht. Neben den sichtbaren, unschönen Veränderungen klagen die meisten Patienten über schwere, müde Beine, Hautveränderungen, Venenentzündungen oder sogar Unterschenkelgeschwüre.
Krampfadern erfolgreich behandeln
Für jede Art der Venenerkrankung stehen heute moderne Therapieverfahren zur Verfügung. Diese sind in der Regel schonend und schmerzarm. Die Erholungszeit nach einem Eingriff beträgt in der Regel nur wenige Tage. In den allermeisten Fällen setzen wir die minimalinvasiven Radiofrequenz- und Laserverfahren ein. Anstatt die erkrankte Vene zu entfernen, führen wir durch einen winzigen Schnitt am Unterschenkel unter Ultraschallkontrolle einen dünnen Katheter in die erkrankte Vene ein, um sie mittels Abgabe von Wärme (Radiofrequenztherapie/Radiowellentherapie), eines Laserstrahls (endovenöse Lasertherapie) oder eines Klebers (Venenkleber, Venaseal) von innen zu verschließen.
Schaumsklerosierung
Bei dieser Methode spritzt der Arzt das aufgeschäumte Verödungsmedikament unter Ultraschallkontrolle in die krankhaft erweiterte Vene. Der Schaum verschließt diese nach kurzer Einwirkzeit. Die Vene wird im Optimalfall dauerhaft verschlossen.
Das kannst du tun. Jeden Tag.
Sich sportlich bewegen muss nicht gleich Leistungssport sein. Etwas schnelleres Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen – und nimm, wenn möglich, die Treppe statt den Lift. Lege deine Beine so oft wie möglich hoch und vermeide langes Stehen oder Sitzen über mehrere Stunden. Und der Anfang ist gemacht.
Ernähre dich gesund und ausgewogen, denn Übergewicht belastet deine Beine zusätzlich. Verzichte auf heiße Vollbäder und mache regelmäßig gezielte Gymnastikübungen mit den Füßen. Wähle bequeme Schuhe mit möglichst flachem Absatz und trage bei längeren Reisen Kompressionsstrümpfe.
Reg deine Blutzirkulation morgens und abends mit kalten Wassergüssen an. Bei Bedarf kannst du deine Beine zusätzlich mit Franzbranntwein, Ringelblumensalbe oder Rosskastanie einreiben.
Häufig geschilderte Beschwerden
Schwellungen (Ödeme), Spannungsgefühl, Schmerzen, Kribbeln
Juckreiz, nächtliche Wadenkrämpfe, sichtbare Krampfadern
schmerzhafte Venenentzündungen, Hautverfärbungen, offenes Bein.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Nach einer ausführlichen Befragung unserer Patienten führen wir eine körperliche Untersuchung durch und messen mittels Farbduplex-Sonographie und Dopplersonographie exakt und anschaulich den Fluss und die Strömungsrichtung des Blutes in den Gefäßen, die Ausdehnung der Gefäßwände und prüfen die Funktion der Venenklappen.
Therapien
Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden gegen Krampfadern.
So können beispielsweise Kompressionsstrümpfe, Medikamente oder eine Besenreiser-Verödung Linderung bringen. Eine Erfolg versprechende Wirkung gibt es allerdings nur bei Besenreisern oder kleineren
Krampfadern. Sind diese jedoch stark ausgeprägt, sollte ein operativer Eingriff in Betracht gezogen werden.
Beim sogenannten Stripping, einem medizinischen Standardverfahren, wird die ungesunde Vene entfernt. Bei diesem Krankheitsbild kommen jedoch immer öfter die schonenderen minimalinvasiven Verfahren zum Einsatz.
Minimalinvasive Verfahren
Radiofrequenz-Therapie mit dem ClosureFast-Katheter
Bei dieser Methode wird mittels Ultraschallkontrolle ein
Katheter durch einen kleinen Schnitt im Unterschenkel
in die erkrankte Vene eingeführt. Durch Abgabe von
Wärmeenergie schrumpft die Vene und verschließt sich.
Gesunde Venen übernehmen in der Folge deren Aufgabe.
Endovenöse Lasertherapie
Die Vorgehensweise ähnelt der Radiofrequenzmethode.
VenaSeal Closure System (Venenkleber)
Ebenso über einen Katheter wird ein Gewebekleber in die
erkrankte Vene eingebracht. Das Gefäß verschließt sofort
und wird wie bei den oben genannten Katheterverfahren
mit der Zeit vom Körper abgebaut.